Seniorenausflug 2002

Für unseren diesjährigen 4 Tagesausflug war das Ziel die Fischzuchtanlage Oberle in Kosbach, und Südböhmischer Wald in Tschechien. Zweimal mussten wir den Busunternehmer Toni um einen größeren Reisebus bitten. Über 50 Senioren hatten sich für den Ausflue, angemeldet.

Pünktlich zur ausgemachten Zeit konnte unsere Reise am Bahnhof beginnen. Über die B28 in Richtung Herrenberg, dann auf die Autobahnen Stuttgart-Heilbronn-Nürnberg ging unsere Fahrt trotz einsetzenden Regen recht flott. Als wir eine Rast einlegten, hatte der Regen nachgelassen, so konnten wir trockenen Hauptes unser mitgebrachtes Vesper und Getränke einnehmen. Pünktlich zur ausgemachten Zeit sind wir an unseren gebuchten Hotels in Dechsendorf angekommen. Nach der Zimmerbelegung ging es mit einer kleinen Verspätung zur zwei Kilometer entfernten Fischzuchtanlage Oberle in Kosbach weiter.

Beim Eintreffen wurden wir mit einem Trompetensolo, gespielt von Christoph, herzlich empfangen. Nicht schlecht staunten wird, als wir von der Familie Oberie zum Mittagessen, und zum Kaffee und Kuchen eingeladen wurden, hierfür ein besonderes Dankeschön. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zu den Fischteichen im ca. 50 km entfernten Bamberg. Die Besichtigung der dortigen Anlage mit Fischhaus war beeindruckend. Ein Rundgang im Schlosspark mit Besichtigung der schönen Wasserspiele beim Schloss und mitten in einem Fischteich war einfach toll.

Wieder in Kosbach angekommen, besichtigten wir auf einem dafür bereitgestellten Anhänger die Fischereianlagen. Der anschließend lustige Abend in Oberles Gasthaus "Die Fischerei" war einfach schön. Eigentlich wollte ich einen Alleinunterhalter bestellen, aber Paul Oberle mit seinen zwei Söhnen Martin und Christoph hatten den Abend mit Witze erzählen und Trompeten spielen einfach toll gestaltet, nicht zu vergessen unseren Rudi mit seinen Tanzeinlagen. So hatte manch einer eine Lachträne in den Augen. Aber alles hat mal ein Ende, der Bus musste uns zurückbringen ins Hotel.

Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, ging es weiter in Richtung Passau zur Tschechischen Grenze bei Phillipsreut. Nach einem Aufenthalt an der Grenze und einem Mittagessen in der dortigen Gaststätte ging die Fahrt weiter durch den Nationalpark Sumava im Südböhmer Wald an der Moldau entlang zum Hotel am Lipnostausee. Nach der Zimmereinweisung und einem kleinen Spaziergang an den naheliegenden See, konnten wir uns stärken am kalten und warmen Büffet im Haupthaus der Hotelanlage.

Nach dem guten Frühstück am nächsten Morgen ging es mit dem Bus nach Krumlov an der Moldau. Die von uns bestellte Stadtführerin hat uns in der zur Weltkulturerbe ernannten Stadt bestens geführt. Das vorausgegangene Hochwasser im Spätsommer hat ihre Spuren hinterlassen, die Altstadt war zum Teil ca. 2 m unter Wasser, dies und vieles mehr hat sie in gutem deutsch erklärt. Eine anschließende Schlossführung war sehr aufschlussreich, leider konnten nicht alle daran teilnehmen, zwei Führungen waren doch für einige zu anstrengend. An der schönen Moldau, Schlösser und an einem Kloster vorbei ging die Fahrt zurück zum Hotel.

Am nächsten Morgen nach dem zeitigen Frühstück ging es weiter über Krumlov nach Budweis. Eine Brauereibesichtigung war angesagt, nach mehrmaligen Fragen sind wir an einer Budweiser Bierbrauerei angelangt, mussten aber feststellen, "es war die falsche Brauerei". Unsere gebuchte Besichtigung war in der staatlichen Bierbrauerei. Dort mit einer Stunde Verspätung angekommen wurden wir schon erwartet. Die Besichtigung im riesigem Areal war sehr interessant.

Das anschließende Mittagessen war in der schönen eingerichteten Brauereigaststätte. Ein ausgesuchtes Menü, eine halbe Ente als Hauptspeise, musste Wochen zuvor von uns, unter ca. 15 Menüs ausgesucht werden. Zuerst glaubte jeder die riesige Ente mit Knödel kann man nicht schaffen. Sie schmeckte sehr gut, kaum musste etwas zurückgegeben werden. Ein leckerer Nachtisch und das anschließende Verteilerle rundete den Besuch in der Brauerei ab. Die Weiterfahrt in Richtung Heimat führte auf Nebenstraßen durch einen Nationalpark in Richtung Grenze. Dort noch etwas eingekauft, und einem Aufenthalt zwecks Zollformalitäten ging es recht flott durch den Bayrischen Wald an Passau vorbei auf die Autobahn. Wegen Zeitmangel konnte leider kein schöner Abschluss in einer Gaststätte gemacht werden. Doch bei einem Stop auf einer Autobahnraststätte konnte jeder noch etwas Essen und Trinken.

Insgesamt ein schöner Seniorenausflug, es freut uns immer wieder, wenn man hören muss: "Schön war’s".

Im Namen der Senioren möchten wir uns nochmal bei der gesamten Familie Oberle für ihre große Gastfreundlichkeit bedanken.

Karin und Dieter