Jugendlager 2011 an der Naab/ Kallmünz


Am Sonntag den 21. August trafen sich 14 Jugendliche in Tübingen am Vereinsheim um endlich zum Fischen an die Naab bei Kallmünz zu fahren. Wir waren 11 Jungs, 3 Mädels und 3 Betreuer. Desweiteren begleitete uns bis zum 2. Tag Michael Schneider, der sich bereiterklärte mitzufahren, sodass jeder einen Sitzplatz in einem der Autos bekam. Vielen Dank dafür!. Bevor es losging mussten wir jedoch noch den Anhänger mit unseren Liegen, Klamotten, den Zelten, Kochutensilien und natürlich unserem Angelequipment beladen. Nach ca. einer Stunde ging die gut 3 ½ Stunden lange Fahrt dann los, sodass wir ca. um 14:00 Uhr am Jugendzeltplatz Zaar direkt an der Naab ankamen.

Sofort machten wir uns bei sehr warmen Temperaturen daran den Hänger wieder zu entladen und die Zelte aufzustellen was länger dauerte als zuvor angenommen. Nachdem wir auch noch unsere Angelkarten bekommen hatten gings natürlich rasch ans Fischen. Alle erhofften sich für die nächsten Tage viele Fische, egal ob Karpfen, Hechte, Zander, Aale, Rapfen oder auch Welse. Jedoch wurde nicht nur geangelt, in den kommenden Tagen war es meistens brechend heiß sodass wir ausgiebig die Badestelle und die beiden für die Woche gebuchten Kanus in Gebrauch nahmen.

Zunächst wurden hauptsächlich kleinere Weißfische wie Brassen und Rotaugen gefangen, doch als Julian einen starken Biss auf seine relativ feine Rute bekam war klar dass diesmal etwas Größeres an der Angel ist. Trotzt des feinen Geräts von Julian gelang es ihm einen schönen Karpfen zu landen. Alle freuten sich über den ersten etwas Größeren Fisch.

Es wurden weitere schöne Brassen und Karpfen gefangen, doch auch der ein oder andere Barsch ließ sich überlisten, zum Beispiel Vincents Kamikaze-Barsch bei dem der Wobbler größer war als der Barsch. Oft war es schon um 10 Uhr morgens so heiß dass die meisten das fischen auf morgens und abends beschränkten und mittags badeten, mit den Hunden spielten oder sich einfach nur im Schatten bei Gemütlichem Gespräch ausruhten. Eines Abends besuchte ich Simon an seinem Angelplatz um ihn nach einem Rutenhalter zu fragen, als er einen Biss auf seinen halben Köderfisch bekam. Simon war sich nicht sofort sicher was er da an der Angel hat, auch als der Fisch an die Oberfläche kam. „Wow, ich hab n Aal, nein des ist n Hecht. Oh mein Gott, das ist n Zander“, der aber leider noch etwas zu klein war um ihn zu entnehmen.

Wie in jedem Jugendlager besuchten wir auch gemeinsam einen Angelladen im Nachbarort, wo sich die meisten von uns mit stinkenden Heilbuttpellets ausstatteten, da darauf wohl schon große Karpfen und Waller in der Naab gefangen wurden, die uns jedoch nicht zu großen Fischen verhalfen.

Am 24. saßen wir wie jeden Abend beisammen am Lagerfeuer und warteten auf unsere Allabendliche 4. Mahlzeit des Tages. Plötzlich rannte Jochen weg und schrie: “Philip, bei die beißts!“ Sofort rannte ich hinterher und setzte einen kräftigen Anschlag an meiner Angel die mit einem großen Einzelhaken und einem Wurmbündel bestückt war. Schnell stand fest dass auch dieser Fisch etwas größer sein musste und sofort war Matze mit einem Kanu zur Stelle, ohne dass wir den Fisch nicht hätten landen können, da er sich um einen Baumstamm gewickelt hatte, Matze fuhr flussabwärts, griff ins Wasser und zog den Fisch mit einem Lauten PFLATSCH ins Boot. „Es ist n Wels, hat bestimmt n Meter!“ Er fuhr zurück, legte an und wir ließen den 18 Pfund schweren und 110 cm langen Wels in den Setzkescher und banden ihn fest an. Keinen Moment zu spät! Plötzlich begann es stark zu winden und zu regnen. In Windeseile packten alle ihre 7 Sachen, das Feuer wurde Gelöscht und wir Verkrochen uns in die beiden Schlafzelte. Der Wind wurde so stark dass wir uns von innen auf die Planen stellen mussten um das Zelt an seiner Stelle zu behalten. Kaum hatte das Unwetter nachgelassen wurde das restliche Chilli vom Abendessen erwärmt um sich ein letztes Mal für die Nacht zu stärken. Die Nacht wurde aufgrund der Bohnen etwas ungemütlich sodass wir uns alle auf den Morgen freuten. Bevor es wieder zum Angeln ging mussten wir zunächst unsere Angelplätze die wir wegen des Unwetters fast Komplett abgebaut hatten wieder herrichten.

Das Gewitter vom Vorabend hatte den Vorteil dass die nächsten Tage von den Temperaturen her recht angenehm wurden. Wir alle hatten unseren Spaß während Simon einen Spruch nach dem anderen losließ und uns erklärte was „Loniers“ und „Ildiner“ sind. Weiter Flussabwärts gab es ein vielversprechendes Wehr, an dem einige von uns öfters ihr glück versuchten. Dort fingen wir ein paar Hechte, Barsche und natürlich Jochens Wels, das „Untier der Tiefe“.

Am letzten Tag wurden die Gehälterten Fische getötet und zum Teil gleich filetiert. Als wir die Zelte abbauen wollten hat es leider nochmal angefangen zu regnen, sodass wir die Zelte an der Naab Einpacken, und nach wiederrum gut 3 ½ Stunden Fahrt in Tübingen wieder zum trocknen Aufbauen mussten. Um 17:30 war jedoch auch das geschafft und ein super Jugendlager, bei dem wir gute Fänge, gutes Essen, meistens gutes Wetter und eine Menge Spaß hatten ging zu Ende. Vielen Dank dafür an Matze, Iris und Jochen.

Philip Strohmaier ( Korrektur und manche Bildkommentare: Jochen Haap)



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