Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd ...

Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd ...

... und 3 Stiche sind das sichere Ende für einen Menschen! Dieses alte Vorurteil führt häufig dazu, dass die Nester der Hornisse zerstört werden. Dabei ist ein Hornissenstich genauso gefährlich oder ungefährlich wie ein Stich von einer Wespe oder einer Biene. In der Regel tut ein Stich zwar weh und kann auch zu einer Schwellung führen, aber das war´s dann auch schon. Lediglich wenn die gestochene Person gegen Insektengifte allergisch ist, kann es zu Komplikationen kommen und ein Arzt sollte aufgesucht werden.
Hornissennest Durch die Verfolgung der Menschen und vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraums ist die Hornisse ist in ihrem Bestand gefährdet. Seit 1987 ist die Hornisse als besonders geschützte Art in die Bundesartenschutz-Verordnung aufgenommen.
Der Lebenszyklus der Hornisse beginnt im Mai durch die Gründung eines Volkes durch eine Jungkönigin, die im Herbst des Vorjahres geboren wurde. Nach ca. 4 Wochen schlüpfen die ersten Arbeiterinnen, die für den weiteren Ausbau des Nestes (Endgröße bis ca. 30 cm Durchmesser und 60 cm Höhe) und dem Heranschaffen der Nahrung zuständig sind. Bis August/September wächst das Volk auf 300 bis 600 Hornissen an. Danach schlüpfen die jungen Königinnen und Männchen, die aus dem Nest fliegen und sich in der freien Natur paaren. Nur die Jungköniginnen überwintern, die restlichen Tiere sterben im Herbst.
Bei der Ausübung unserer Fischerei können wir neben Einzelexemplaren durchaus auch mit einen Nest in einem holen Baum in Berührung kommen. Dies ist jedoch unproblematisch wenn ein Sicherheitsabstand von ca. 4 m eingehalten wird. Dies wird bei unseren Gewässern wohl überall möglich sein.
Vom Erhalt und dem Schutz der Hornissen profitieren wir alle. Für die Versorgung des Nachwuchses werden von den Arbeiterinnen große Mengen an Insekten gefangen. Das können bei einem größeren Volk bis zu 500 g jeden Tag sein! Darunter sind viele Forstschädlinge und die im Sommer manchmal lästig werdende Wespen. Unabhängig davon sind die Hornissen beeindruckende Tiere die wir erhalten und schützen sollten.
 
Marion Kaspar (Ehrenamtliche Fachberaterin für Hornissen- und Wespenfragen) und Andreas Maier