Schattenseite des Sommers

Liebe Angelfreunde,

ein wahrlich heißer Sommer neigt sich dem Ende. Traumhaftes Wetter, viele Sonnenstunden und Temperaturen bis knapp 40°C. Doch wie alles Schöne hat auch ein Sommer seine Schattenseiten.

So klingelte am 04.08.2003 morgens um 07:15 Uhr das Telefon und ein Bekannter teilte mir mit, dass in der Steinlach Forellen nach Luft schnappen und einige schon verendet seien. Darauf machte ich mich nach Derendingen auf. Etwa 200 m oberhalb des Mühlbachabgangs machte ich die erste tote Bachforelle aus. Sofort einen Eimer aus dem Auto und rein in die Gummistiefel. Ergebnis nach zwei Stunden eine Strecke von 36 toten Forellen und 15 toten Kroppen.

Nachmittags gegen 14:00 Uhr machte ich mich mit meinen beiden Töchtern nochmals mit 3 Eimern, Müllsäcken, Gummihandschuhen und Gummistiefeln auf den Weg. Gegen 17:00 Uhr beendeten wir an der Einmündung der Steinlach in den Neckar unsere recht traurige Arbeit. Das Ergebnis waren weiter 140 tote Bachforellen, 31 tote Kroppen und 19 tote Äschen.

Bei den tot geborgenen Fischen waren einige recht ansehnliche, wenn nicht kapitale Tiere dabei. Erwähnenswert ist die Größe der verendeten Fische. Sie reichte bei den Bachforellen von 7 cm bis 63 cm, während bei den Äschen ausschließlich Fische mit einer Größe von 7 bis 10 cm zu Schaden kamen.

Somit ist der Bestand an Forellen in der Steinlach im Stadtbereich wahrscheinlich gleich Null und ein sorgfältiger Bestandsaufbau ist angesagt.

Ergänzend sei erwähnt, dass ich zwischen Dußlingen und dem Stadtgebiet keine toten Fische ausmachen konnte.

Mit freundlichem Petri Heil

Udo Dubnitzki
(stellvertr. Gewässerwart)