KFV – Gewässerwarte: Gefahr bei Fischen aus der Ammer

November 2009

Sehr geehrte Mitglieder und Gastfischer, nachfolgend eine Mitteilung des Veterinäramtes des Landratsamts Tübingen:

Sehr geehrte Damen und Herren, als Bewirtschafter eines Teilabschnittes der Ammer möchten wir sie darüber informieren, dass bei zwei von uns untersuchten Bachforellen erhöhte Werte von dioxinähnlichem PCB festgestellt wurden. Da in diesen beiden Fällen sogenannte Grenzwerte für diese Stoffe in Lebensmitteln überschritten sind, ist ein in Verkehr bringen, das heißt, die Abgabe (entgeltlich oder unentgeltlich) an andere nicht erlaubt. Eine Gesundheitsschädigung kann nicht ausgeschlossen werden. Dies ist eine Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation. Wir bitten dies auch beim Eigenverzehr zu beachten und möchten sie begleitend darauf hinweisen, dass eine Abgabe von Fischen aus der Ammer an Andere, auch bei öffentlichen Veranstaltungen, vorläufig verboten ist. Zur Absicherung der bisherigen Ergebnisse beabsichtigen wir weitere Fische untersuchen zu lassen.

Aus den Daten der Höchstgehalte dioxinähnlicher PCB und auf Grundlage der gesundheitlichen Bewertung des Bundesamtes für Risikobewertung kann für den Eigenverzehr folgende Verzehrsempfehlung abgeleitet werden: Ein Verzehr von Fischen aus der Ammer mit einem Frischgewicht von etwa 200 g pro Person (60 kg Körpergewicht) darf nur ein bis zwei Mal pro Monat erfolgen. Hierdurch kann davon ausgegangen werden, dass die empfohlene tägliche Aufnahme an den genannten Stoffen nicht überschritten wird.