Bericht Abfischen Anlagensee November 2009

Besorgnis
Einen ordentlichen Schreck bekam jeder Fischfreund dieses Frühjahr, als am Anlagensee nach dem Abtauen der Eisdecke tote Fische entdeckt wurden. Glücklicherweise hat es sich nicht zu einem großen Fischsterben ausgeweitet. Offensichtlich führte der lange Winter zu einer Schwächung der Fische. Immerhin mussten die Kadaver von 200 bis 250 toten Karpfen, die größten bis zehn Kilo schwer, entsorgt werden. Um die überlebenden Fische zu schonen, wurde das im Frühjahr vorgesehene Abfischen des Sees nicht durchgeführt und verschoben. Glücklicherweise wurden über den Sommer keine weiteren toten Fische gefunden. Das Abfischen des Anlagensees wurde daher für Samstag den 14. November festgelegt.

Ereignis
Die Vorbereitungen begannen bereits einen Tag zuvor mit dem Bau des Holzstegs. Am Samstag wurde ab 8:00 Uhr mit dem Abfischen begonnen. Als ich etwa um 10:00 Uhr zum Anlagensee komme, ist das Abfischen bereits voll im Gange. Geschäftiges Treiben von rund 30 Vereinsmitgliedern. Das Wasser ist weitgehend abgelassen und das große Netz ist bis auf einen Halbkreis schon eingeholt. Dort im Schlamm und Wasser steht unser 2. Gewässerwart Michael Schneider mit einem großen Kescher und fängt mit einem Helferteam die Fische aus dem Wasser. Die Fische werden in große, gerade noch tragbare Wannen und Behälter gegeben. Über einen Laufsteg aus Holz werden dann die Behälter die Uferböschung hoch getragen. Oben auf dem Rundweg angekommen werden die Fische sortiert und je nach Fischart in unterschiedliche Behälter verteilt. Unser 1. Gewässerwart Udo Dubnitzki koordiniert in mitten dem hektischen Treiben die unterschiedlichen Abläufe und dies, wenn erforderlich, mit entsprechendem Nachdruck.
Die Karpfen kommen in einen großen Container, die Weißfische in einen zweiten. Die Raubfische in einen separaten Behälter. Die leeren Tragewannen werden ausgespült und mit etwas frischem Wasser für die nächsten Fische gefüllt. Fahrzeuge mit Anhänger und Transportbehälter fahren vor, nehmen die sortierten Fische auf und transportieren sie zu den vorgesehenen Gewässern. Dort werden sie behutsam in ihrer neuen Heimat freigelassen. Erst gegen 18:00 Uhr, nach einem weiteren Fischzug und dem Verstauen der Gerätschaften im Vereinsheim, geht ein langer, arbeitsreicher, aber auch erfolgreiche Fischertag zu Ende.

Ergebnis
Wie erfolgreich war denn nun das Abfischen des Anlagensees? Erfreulicherweise wurden die Erwartungen zu Anzahl, Größe und Qualität der Fische übertroffen. Dies gilt insbesondere unter den schlechten Vorzeichen im Frühjahr. Hier ein grober Überblick der gefangenen und umgesetzten Fische: ca. 2 Tonnen Karpfen, Länge bis zu 80 cm, über 120 Zander, in 5 Altersklassen, ca. 20 Hechte, darunter ein richtiger „Brummer“ um die 100 cm, viele Weißfische Das ist wahrlich ein gutes Ergebnis. Möge es beim nächsten Abfischen wieder ähnlich gut werden!

Andreas Maier



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